Zum Tag der Osteoporose 2022: Die stille Pandemie – Mehr Aufmerksamkeit für Osteoporose Betroffene wichtig!

 

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Am 20. Oktober ist Welt-Osteoporosetag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Osteoporose zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit. In Deutschland leiden über 6 Millionen Menschen unter diesem „Knochenschwund“. Der Selbsthilfe Landesverband für Osteoporose Bayern erhebt den Vorwurf einer unzureichenden Diagnostik und Behandlung. Die Folgen seien vermeidbare, belastende und kostspielige Knochenbrüche.
Zum diesjährigen Tag der Osteoporose fordert der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Herr Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer MdL zusammen mit Frau Barbara Ettinger, Geschäftsstellenleiterin Selbsthilfe Landesverband für Osteoporose Bayern, dass die Erkrankung noch stärker in das Bewusstsein von Gesellschaft, Medizin, Politik und Kostenträgern gelangen muss.

„Allein in Bayern geht man davon aus, dass etwa 600.000 Patientinnen und Patienten von Osteoporose betroffen sind und davon ist jeder zweite unbehandelt!“, so Dr. Bauer. „Laut einer Untersuchung der Bayerischen Landesapothekerkammer* erhalten zu wenig behandlungsbedürftige Patienten tatsächlich auch eine angemessene Therapie! Eine stille Pandemie ist das und ein unhaltbarer Zustand mit Versorgungslücken, die wir dringend schließen müssen!“

Die Geschäftsstellenleiterin Frau Ettinger vom Selbsthilfe Landesverband für Osteoporose Bayern sieht das Kernproblem vor allem bei der Diagnostik. Sie sagt: „Die Osteoporose trifft viele von uns und lässt die Knochen bröseln. Aber immer noch werden weniger als ein Viertel aller Fälle wirklich frühzeitig diagnostiziert. Obwohl die Knochendichtemessung unter gewissen Voraussetzungen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehört, ist die Suche nach einer geeigneten Praxis oder einem geeigneten Krankenhaus das größte Problem. Nicht alle Gesundheitseinrichtungen bieten dieses Verfahren tatsächlich auch als Kassenleistung an.“

„Als Patienten- und Pflegebeauftragter setze ich mich für eine qualitativ hochwertige Medizin ohne Versorgungslücken ein! Zugang zu notwendiger Diagnostik und Zugang zu notwendiger Therapie gehören selbstverständlich dazu!“ betont Dr. Bauer. „Auch, wenn unser Gesundheitssystem aktuell vor riesigen Herausforderungen steht, muss es unser gemeinsames Ziel sein, die medizinische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zu erhalten – und zwar auf höchstem Niveau!“

Frau Ettinger ergänzt: „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Osteoporose die gleiche Aufmerksamkeit erhält wie anderen Volkskrankheiten. Ich setze große Hoffnung auf neue Früherkennungsmethoden der Osteoporose, die mittels einfacher Blut- oder Urintests auch beim Hausarzt eine schnelle Diagnosestellung ermöglichen.“

„Im Zusammenhang mit der Osteoporose spielt auch Vorbeugung eine große Rolle“, betont Dr. Bauer. „Regelmäßige Bewegung, gesunde Lebensweise und Ernährung können zu einer stabilen Knochenstruktur beitragen. Aber gerade auch für alle Patientinnen und Patienten, die aufgrund anderer Erkrankungen oder anderer Behandlung – beispielsweise mit Cortison – an Knochenschwund leiden, brauchen wir solide Lösungen! Bis zu 40.000 Knochenbrüche könnten wir in unserem Land jährlich vermeiden. Geben wir den betroffenen Patientinnen und Patienten also endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen!“, appelliert der Patientenbeauftragte.

* PZ Pharmazeutische Zeitung: Osteoporose-Patienten in Bayern und Sachsen sind unterversorgt. Ausgabe 45/2000 (www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-45-2000/pharm7-45-2000/)

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